Veranstaltungen

So.,
16.12.
Väterchen Frost & Chanukka

Winterliche Bräuche, die die ganze Welt umspannen, ab 15:00 Uhr in der Ejadon-Halle.

Eine Veranstaltung des Vereins Montagsgesräche & Raduga e.V.

Do.,
20.12.
Vielfalt rockt

Mit Kreisverkehrt & A Cereal Killer

Zum Jahresschluss setzen wir noch einen drauf und setzen ein lautes "!" für Vielfalt.

Raven, Rosengasse 34 /  Einlass: 20:00 Uhr / Eintritt frei

Di.,
22.01.
Schalom Straubing - jüdisches Leben in unserer Stadt

Fotoausstellung von Franziska Schrödinger in der Stadtbibliothek. Die Ausstellung ist zu den üblichen Öffnungszeiten zu besichtigen.

Sa.,
26.01.
Theaterstück "Zündeln"

Zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust gastiert das Experimentelle Theater Günzburg mit Siegfried Steigers Stück „ZÜNDELN - oder Josef M. und Seinesgleichen“ im AnStatt-Theater des Alten Schlachthofs.

Eintritt frei, Einlass 19:00 Uhr

Alle Medienberichte

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Demokratie leben!

Stadt Straubing

Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufklärung

Bundeszentrale für politische Bildung

Bundesamt für Verfassungsschutz

Internationaler Kulturtreff Straubing

Bündnis für Menschenrechte und Vielfalt - Wir sind bunt

NS Dokumentationszentrum München

Dokumentationszentrum Nürnberg

Fritz Bauer Institut

Yad Vashem

Internationale Jugendbegegnungsstätte Oswiecim / Auschwitz

Museum Auschwitz/Birkenau

Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit

Museum der Geschichte der polnischen Juden - POLIN

Historisches Museum Krakau - Schindlers Fabrik

Deutsche Korczak-Gesellschaft

Korczakianum Warschau

Blumkas Tagebuch - Iwona Chmielewska

Iwona Chmielewska

Fräulein Esthers letzte Vorstellung - Adam Jaromir

Gut Gödelitz e.V.

Gut Gödelitz Werteakademie

KZ Gedenkstätte Mauthausen

KZ Gedenkstätte Dachau

KZ Gedenkstätte Flossenbürg

Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Medienkulturhaus Wels

IDEE Straubing (Integration durch ehrenamtliches Engagement)

Jugendzentrum Straubing

Fachakademie für Sozialpädagogik Straubing

Bildungsstätte St. Wolfgang

Deutsches Erwachsenen-Bildungswerk Straubing

Ausländer- & Migrationsbeirat Straubing

Freiwilligenzentrum Straubing

AGABY

Amnesty International

Regionale Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus

Netz gegen Nazis

Rechts gegen Rechts

Endstation Rechts - Bayern

Endstation Rechts

Amadeu Antonio Stiftung

Exit

Johannes Turmair Gymnasium

Kulturzentrum Brama Grodzka - Lublin

IV Liceum Adama Mickiewicza

Im Doppelpack gegen die Verblödung des Abendlandes

mit gesunder Härte und noch mehr Spaß gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus!
Die Straubinger „Partnerschaften für Demokratie“ präsentieren zum Abschluss der „Staaden Zeit“ ein gar nicht so „staades“ Doppelpack mit zwei Bands aus dem Straubinger Raum, bei denen es kräftig zur Sache geht. Schließlich wollen wir so kurz vor den Feiertagen nicht allzu besinnlich zu werden und vor allem wollen wir nicht vergessen, dass der in letzter Zeit aufkeimende Nationalismus und Rassismus entschieden bekämpft werden muss. Um die Rettung des Abendlandes nicht komplett dem rechten Mob zu überlassen und die zunehmende Verblödung in manchen Kreisen zu stoppen, zeigen wir an diesem Abend deshalb gemeinsam mit den zwei Straubinger Bands „A Cereal Killer“ und „Kreisverkehrt“ klare Kante gegen jegliche Art von Rassismus und Intoleranz, wobei aber auch auf keinen Fall der Spaß zu kurz kommen wird!

A Cereal Killer
Schlecht gelaunt, unzufrieden mit dem System, brachial und aggressiv. So stellt man sich eine typische Punkband vor.
A Cereal Killer aus Straubing tanzt in dieser Hinsicht jedoch völlig aus der Reihe. Denn den vier sympathischen Jungs Pille, Manu, Winti und Flow geht es nicht um den ganzen Standardmüll, sondern vor allem um eines - Musik!??Mit ihrem fröhlichen und mitreißenden Pop-Punk Melodien wissen sie stets das ganze Publikum zu begeistern (und das nicht nur On-Stage). Euch erwartet ein Feuerwerk an Emotion, Explosivität, Spaß und authentischer Musik, ganz ohne Computer und Autotune -kurzum ein grandioser Konzertabend.??Vorbeischauen lohnt sich also ! Die Jungs sind stets über jeden erfreut, der kommt!

Kreisverkehrt
Die etablierte Straubinger Band Kreisverkehrt steht für handgemachten Rock gepaart mit tanzbaren Funk-Elementen. Vergleiche wurden bereits mit den RHCP, Jan Delay oder auch Rage against the Machine angestellt.
Doch ohne Druck kommerziell klingen zu müssen, setzen die vier Musiker bewusst auf ihre eigenen musikalischen Vorlieben: Erdige Grooves, scharfe Gitarren und eingängige Melodien, welche die kleinen Geschichten des Lebens erzählen.
Um dabei glaubhaft und authentisch zu klingen, liefern sie ihre Texte auf niederbayerisch, ihrem Heimatdialekt.
Der Titel ihrer aktuellen CD „Weihnachten, Ostern, Houzad, FC Bayern“ sagt es bereits: Tom, Simon und die beiden Philipps finden immer einen Grund zu feiern – Und am liebsten tun sie dies auf der Bühne vor begeistertem Publikum!

 

 

 

Demokratieerziehung mit König Macius

2018/12/03 WARSCHAU - Museum der Geschichte der polnischen Juden...

...zu einer exklusiven Ausstellungsbesichtigung von "King Matt's Poland", auf Einladung von Iwona Chmielewska. Von ihr stammen die Illustrationen der Ausstellung, die Janusz Korczaks Kinderbuch-Klassiker lebendig werden lassen. Die Ausstellungskuratorin Dr. Tamara Sztyma nahm sich viel Zeit, um uns zur Entstehung und zur Konzeption der Ausstellung zu berichten. Wir können nur jedem empfehlen, sich die Ausstellung anzusehen. Sie ist wirklich großartig, in jeglicher Hinsicht. Visuell, didaktisch, konzeptionell - und künstlerisch sowieso!

bis 01.07.2019 ist im POLIN-Warschau (Museum der Geschichte der polnischen Juden) Die Ausstellung wurde zum 100. Jahrestag der Wiedererlangung von Polens Unabhägigkeit konzipiert. Demokratieerziehung ist Thema der Ausstellung. Anhand von Janusz Korczaks Kinderbuchklassiker "König Macius der Erste" wird das Thema transportiert. Teil 1 der Ausstellung greift die Geschichte des Buches auf. Iwona Chmielewskas Illustrationen ergänzen Korczaks Texte (Polnisch & Englisch) kongenial. Die großformatigen Bilder und das interaktive Konzept lassen die Besucher tief in die Geschichte eintauchen. Ein emotional berührendes Erlebnis.
Teil 2 der Ausstellung im POLIN ist modern, und läßt sowohl Kinder als auch Erwachsene spielerisch / interaktiv erfahren, wie Demokratie funktioniert. Alles steht im engen Kontext zu Janusz Korczaks Pädagogik & König Macius. Sehr interessant sind auch die historischen Fotos und Exponate von und um Janusz Korczak, wie z.B. eine Erstausgabe des Buchs "König Macius der Erste", von 1923. Auch Korczaks Brille ist zu sehen, die normalerweise im Korczakianum (ehemaliges Waisenhaus "Dom Sierot") aufbewahrt wird.

 

Homepage POLIN  Ausstellung - "In King Matt’s Poland. The 100th Anniversary of Regaining Independence"

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Kinder lieben und achten

Buchveröffentlichung im Dezember 2019

Im Dezember erscheint Itzchak Belfers israelischer Bestseller "The Man Who Knew How To Love Children" in deutscher Sprache. Belfer ist einer der letzten Zöglinge Janusz Korczaks. Er lebt heute als anerkannter Künstler in Tel Aviv. Siegfried Steiger, Belfers Feund und Vorsitzender der Deutschen Korczak-Gesellschaft übernahm die Aufgabe, das Buch in deutscher Sprache herauszugeben. Gerne haben die Straubinger Partnerschaften für Demokratie hierzu einen Beitrag geleistet. Auch die Israelitische Kultusgemeinde der Stadt Straubing unterstützte dieses wichtig Projekt, zum Gedenken an den Vater der Kinderrechte, Janusz Korczak.

 

Itzchak Belfer: Warum ich dieses Buch geschrieben habe...
Vor vielen, vielen Jahren, im vergangenen Jahrhundert kannte ich einen besonderen und außergewöhnlichen Mann. Einen Mann, den ich niemals vergessen werde. Sein Name war Dr. Henryk Goldszmit. Dr. Goldszmit lebte in Warschau, in Polen. Er war Kinderarzt, Erzieher und ein sehr bekannter Schriftsteller, der seine Bücher unter dem Pseudonym (Schriftstellernamen) Janusz Korczak schrieb. Da seine Bücher sehr bekannt waren, nannte ihn jeder bald – Dr. Janusz Korczak. Und so wollen wir ihn auch in dieser Geschichte nennen.
Nun, warum möchte ich euch von ihm erzählen? Der Grund ist, weil ich einer von ein paar hundert Waisenkinder war, die das Glück hatten, von diesem wundervollen Mann aufgezogen zu werden. Er liebte Kinder und verstand sie, wie das noch nie irgendjemand vor ihm vermochte. Und bald wird auf dieser Welt niemand mehr übrig sein, der ihn als Kind kannte. Ich glaube, dass es für die heutigen Kinder sehr wichtig ist, zu wissen, wer Janusz Korczak war und warum jedes Kind, das das Glück hatte, ihn zu kennen, ihn niemals vergessen wird. Dr. Korczak, der Jude war, schrieb viele Bücher über die Not, die Kinder erfuhren – im Besonderen, jüdische Waisenkinder. Er träumte davon, den Waisen ein Zuhause zu bauen – und dieser Traum wurde durch die Unterstützung einer jüdischen Organisation wahr. Sie nannte sich „Hilfe für Waisen“. Durch die vielen gesammelten Spenden konnte ein neues Waisenhaus für jüdische Kinder gebaut werden. Das liegt nun schon über hundert Jahre zurück. Im Jahr 1912 konnten 85 Kinder ihr neues Zuhause beziehen, begleitet von Dr. Janusz Korczak, mit Fräulein Stefa Wilczynska an seiner Seite. Sie war die „Cheferzieherin“. Das Haus war wunderschön und groß, mit Stockwerken. In ganz Polen gab es kein vergleichbares Haus! Die Träume des Doktors begannen langsam Gestalt anzunehmen: Eine neue Welt für diese jungen Bewohner zu schaffen, die zum großen Teil keine Mutter und keinen Vater mehr hatten.
Auch ich wuchs dort auf. Dort bekam ich, was keine andere Schule der Welt einem Kind wie mir hätte geben können. Als ich dort ankam, war ich ein sieben Jahre alter Bub, und ich verließ das Haus mit fünfzehn – praktisch als junger Mann. Nun erzähle ich euch über diese wunderbare Zeit in meinem Leben.

Siehe unten rechts: Cover der englischen Ausgabe


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Theaterstück "Zündeln..."

Theaterstück zum Gedenken an die Opfer des Holocausts
Am Vorabend zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust gastiert das Experimentelle Theater Günzburg mit dem Stück „ZÜNDELN - oder Josef M. und Seinesgleichen“ im AnStatt-Theater des Alten Schlachthofs. Für die Produktion zeichnen sich das Ensemble selbst, sowie Siegfried Steiger, Vorsitzender der Deutschen Korczak-Gesellschaft verantwortlich. Die Veranstaltung ist Teil der Straubinger Partnerschaften für Demokratie.

Das Stück ZÜNDELN ist bereits 1999 entstanden - wurde aber erst 2005 der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt. Seitdem spielt die Gruppe das Stück ununterbrochen in Günzburg, dem Geburtsort des berüchtigten KZ-Arztes Josef Mengele. - Meist kam es im Umfeld des Holocaust-Gedenktages (Befreiung von Auschwitz) zur Aufführung. Alle Einladungen auch einmal auswärts zu spielten, wurden von der Gruppe bisher konsequent aufgelehnt. Aufgrund der engen Zusammenarbeit der Günzburger mit Straubinger Kulturschaffenden v.a. auf dem Gebiet des Erbes um Janusz Korczak folgt man nunmehr allerdings einer Einladung in die Gäubodenstadt.

Zum Inhalt des Stücks: Die Handlung spielt unmittelbar vor der Auflösung eines undefinierbaren Terrains. Mehrere in seltsam anmutender Geistesverbundenheit agierende Personen reflektieren nochmals ihr Verhalten: ideologische Projektarbeit - die Wissenschaft als Schutzmantelmörder. Verbales Richter- und Henkertum. Zerstörungslärm rückt näher - man hält sich gegenseitig zur Eile an: letzte Redekaskaden, letzte Experimente, Versuche zur Unkenntlichmachung des Schauplatzes. Jahrzehnte nach Auschwitz. Ein Streichholz, ein Feuerzeug, eine zischende Flamme - nicht die Wirklichkeit selbst, sondern ein Spiel über die Wirklichkeit. Nicht die Gewalt, sondern das Reden über Gewalt. Hier wird nicht gestorben, nur über das Sterben philosophiert. Ein Spiel mit dem Feuer ohne Brand an einem speckigen Ort. Gewalt, Schmerz und Tod. GeMengele aus Ignoranz und hehren Phrasen. Die Wissenschaft als Alibi. Wofür eigentlich? Und bisweilen läuft die Kamera mit, filmische Dokumentation, Ohnmacht der Bilder, Beweislast, Entlastungsbeleg? Identitätsschizophrenien, Jahrzehnte nach Kriegsende immer noch Rechtfertigungssophistik, Meinungsgeplapper, Denk-Mal-Diskussionen („Denken schadet der Illusion“...sagt man.)...kurz aufflammender Zerstörungslärm...näher rückender Zerstörungslärm...
Die Veranstaltung findet am Samstag, den 26. Januar 2019 19:30 Uhr im AnStatt-Theater des Alten Schlachthofs statt. Der Eintritt ist frei.

Ausstellung: Schalom Straubing

Das „jüdische Leben mit allen Besonderheiten und allen Banalitäten“ will  Fotografin und Kulturförderpreisträgerin Franziska Schrödinger  in ihrer Dokumentation „Schalom Straubing“ widerspiegeln. Die Fotoausstellung, die im Rahmen von „Wir sind Straubing“ entstanden ist,  wird  ab 22. Januar 2019 in der Stadtbibliothek präsentiert.
Unterstützung bekam die junge Künstlerin von Alexandra Roszkowski, die mit einigen Akteur_innen Biografie-Gespräche geführt hat, deren Ergebnisse in Textform Teil der Ausstellung sein werden.
Beeindruckende Aufnahmen sind 2017 und 2018 entstanden – die gebürtige Straubingerin Franziska Schrödinger hat die Menschen der jüdischen Gemeinde viele Wochen lang begleitet. Nicht nur bei besonderen Anlässen, sondern auch im Alltag. Und genau das macht die Stimmung aus, die von den Fotos ausgeht: Die Momentaufnahmen, die das jüdische Leben im Hier und Jetzt zeigen.
„Meine Arbeit soll einen emotionalen Eindruck des Gemeindelebens widerspiegeln. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Erklärung von Feiertagen, umfassende Information“, beschreibt die Fotografin ihren ganz besonderen Zugang zur Thematik. Deshalb werde auch die Präsentationsform „auf keinen Fall wie in einem Museum“  sein. Vielmehr soll ein intensiver Austausch ermöglicht werden. So werden ein Großteil der Bilder beispielsweise auf Pulten ausgelegt, damit die Besucher die Werke aus der Nähe betrachten können.
Für Franziska Schrödinger, Jahrgang 1991, war dieses Projekt selbst ein Experiment, wie sie zugibt: „Anfangs war ich nervös.“ Mit dem Thema Judentum habe sie bisher hauptsächlich in der Schule zu tun gehabt, umso spannender habe sie es gefunden, dass sie sich nun intensiv damit beschäftigen und die Menschen vor Ort kennenlernen konnte. Schnell sei eine Vertrauensbasis geschaffen worden und sie  konnte die Menschen der jüdischen Gemeinde bei ihren Aktivitäten begleiten. Zum einen seien dabei Portraits von Verantwortlichen in der Gemeinde entstanden, zum Beispiel dem Rabbi, dem Hausmeister, der Religionslehrerin oder der Sozialarbeiterin. Zum anderen habe sie aber auch interessiert: „Wie sieht das Gemeindeleben aus?“ Und so hat sie die Mitglieder verschiedener Gruppen begleitet und ihre Aktivitäten festgehalten, wie zum Beispiel die Kindertheatergruppe. Auch an einem Gemeindeausflug hat sie teilgenommen. Mit ihrer Dokumentation will sie zeigen: „Auch wenn man in einer Welt fremd ist, kann man den Betrachter mitnehmen.“ Vor allem, weil man dann auch schnell merke: „So fremd ist das alles gar nicht.“ Im Gegenteil: In den meisten Situationen erkenne man sich schnell wieder.  
Es war es wichtig, dieses Projekt von jungen Menschen gestalten zu lassen und einen gegenwartsbezogenen Zugang zur jüdischen Gemeinde zu finden. Sie ist ein lebendiger Teil der Stadtgemeinschaft.

Demokratiekonferenz

"50 Jahre 1968 - Einflüsse auf demokratische Entwicklungsprozesse - Eine Analyse“
Schüler*innen des JTG und Studierende der FAKS werden den Entwicklungsprozess generationsbezogen sowie aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten und im Forum diskutieren.
Im anschließenden Freistunde-Talk soll die Rolle der Kunst im Fokus stehen. Ein generationsübergreifender Dialog unter Künstler*innen aus zwei Ländern, über Ihre persönlichen Wahrnehmungen, Erlebnisse und die Rolle der Kunst als politisches Instrument.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Freistunderedaktion des Straubinger Tagblatts, dem Johannes-Turmair-Gymnasium, sowie der Fachakademie für Sozialpädagogik der Ursulinenschulstiftung statt.

Gäste im Freistunde-Talk
- Prof. Witold Chmielewski - emeritierter Fakultätsleiter für Bildende Kunst an der Kopernikus-Universität Torun (PL),
- Erich Gruber - Vorsitzender der Gemeinschaft Bildender Künstler in Straubing und Schulleiter an der Volksschule St. Josef,
- Adriana Omylak - Studentin der Buchillustration in Krakau (PL)
- Franziska Schrödinger, Fotografin und Kulturförderpreisträgerin (D)

Iwona Chmielewska Hommage an Janusz Korczak

Musikalische Lesung mit Iwona Chmielewska & d'bänd

Iwona Chmielewska - Hommage an Janusz Korczak


Bereits seit Jahren pflegt Iwona Chmielewska engen Kontakt zu Straubing und hat im Laufe der Zeit viele Projekte und Veranstaltungen geprägt. Chmielewska gilt international als eine der bedeutendsten Bilderbuch-Illustratorinnen der Gegenwart. Sie ist ein Star, der weltweit gefragt ist und als einzige Künstlerin ihrer Art bereits zweimal mit dem „Oscar“ der Bilderbuch-Illustration, dem „Bologna Ragazzi Award“ ausgezeichnet wurde.

Der Abend mit Iwona Chmielewska und ihrem preisgekrönten Werk „Blumkas Tagebuch“ verspricht Besonderes. „Blumka“ wird in der polnischen Originalfassung sowie von Iwona Roszkowski in deutscher Sprache vorgestellt. Der kurze Dokumentarfilm "Von Zeit zu Zeit" eröffnet den Abend. Hierin beschreibt Chmielewska ihren Weg, der sie zu Janusz Korczak und schließlich zu Blumka führte. Die Künstlerin gibt bewegende Einblicke in die sehr emotionale Arbeit am Buch das sich mit dem Wirken Janusz Korczaks sowie den Kindern im Waisenhaus „Dom Sierot“ beschäftigt. Nicht zuletzt ist „Blumkas Tagebuch“ ein Plädoyer für die Kinderrechte, die der polnische Arzt, Pädagoge und Schriftseller Janusz Korczak bereits vor mehr als 100 Jahren formulierte, und zu einer der Grundlagen für die UN Kinderrechtskonvention wurden. Illustratorisch und gestalterisch trägt „Blumkas Tagebuch“ die unverwechselbare Handschrift Chmielewskas. Das Eintauchen in die Kinderwelt geschieht leise, mit viel Liebe zum Detail. Es finden sich eine Vielzahl von Metaphern, die sich erst nach und nach erschließen. Manche bleiben vielleicht auch verborgen. Neben großer Illustrationskunst sind es aber auch die wenigen, kleinen Worte, die Großes sagen. Die Texte zu den einzelnen Episoden formulieren nicht mehr und nicht weniger, dass Kinderrechte, Menschenrechte sind. Chmielewska tut dies jedoch in ihrer sehr eigenen Art - subtil und hintersinnig. Es sei ausdrücklich erwähnt, dass dieses besondere Buch sowohl für Kinder als auch für Erwachsene wertvoll ist.
Den musikalischen Rahmen, mit zum Teil eigens komponierten Liedern und Instrumentalstücken, gestaltet „d'bänd“. Zwischen den aus Wels und Straubing stammenden Musikern und Iwona Chmielewska besteht seit langem eine künstlerische und freundschaftliche Verbundenheit. Für Straubing ist diese trilaterale Kombination eine Premiere. Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es die Möglichkeit Fragen an Iwona Chmielewska zu richten, oder sich Bücher signieren zu lassen.?

Samstag, 24.11.2018 / Einlass 19:30 Uhr

Gemeindesaal der israelitischen Kultusgemeinde Straubing

Filmdokumentation "Von Zeit zu Zeit"  / Podróz w czasie

In deutscher Sprache

in polnischer Sprache

Fotos: Franziska Schrödinger

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Plädoyer für die Rechte der Kinder

Ein ganz besonderes Kunstwerk findet im Johannes-Turmair-Gymnasium künftig ein Zuhause. Es stammt von der mehrfach ausgezeichneten und international erfolgreichen polnischen Bilderbuch-Illustratorin Iwona Chmielewska, die zusammen mit ihrem Mann Prof. Witold Chmielewski damit ein Plädoyer für Kinderrechte geschaffen hat. Es zeigt auf der einen Seite den polnischen Arzt, Pädagogen und Waisenhausdirektor Janusz Korczak und auf der anderen Seite seine Waisenkinder. 1942 sind Korczak und 200 Kinder im Vernichtungslager Treblinka ermordet worden. Die beiden Bilder werden durch eine Wäscheleine verbunden, an der aber keine Wäsche, sondern verschiedene Kinderrechte hängen. „Die Rechte der Kinder sollen nie vergessen werden“, betonte die Künstlerin bei der offiziellen Übergabe in den Räumen des Jugendamtes, an der neben dem Künstlerehepaar auch Bürgermeisterin Maria Stelzl, Vertreter der Stadt Straubing, eine Delegation des Johannes-Turmair-Gymnasiums mit stellvertretendem Schulleiter Markus Sabinsky sowie der Bildungsstätte St. Wolfgang mit Schulleiterin Maria Welsch und weitere Gäste teilnahmen. Das Mehrteilige Bild,mit Motiven aus Chmielewskas Buch „Blumkas Tagebuch“ ist kein Bild, das man aus der Distanz betrachtet, sondern ist interaktiv, zum Anfassen und ergänzen. Bürgermeisterin Maria Stelzl zeigte sich sehr beeindruckt von dem Kunstwerk und bedankte sich im Namen der Stadt bei der Künstlerin für das großzügige Geschenk, das tiefen Eindruck hinterlasse. Große Anerkennung sprach sie Roman Schaffner und Zvonimir Pervan für ihr Engagement im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“ aus. Die lange Zusammenarbeit mit Iwona Chmielewska sowie die Überreichung des Kunstwerks geht auf die Initiative von Projektleitung Iwona Roszkowski zurück, die seit vier Jahren mit Kindern des Nardiniheims einen Projektzyklus zu Janusz Korczak umsetzt, der internationale Beachtung findet. Alle Kinder, die beim heutigen Termin im Jugendamt anwesend waren, bekamen von Iwona Chmielewska ein individuell gestaltetes und handsigniertes Buch überreicht.

 

Bilder vom Workshop

Filmprojekt 400 Augn / 400 Oczu

Illustrationen von Adriana Omylak


„Kunst bewegt“ – davon ist auch die 20-jährige Adriana Omylak aus Polen überzeugt. Beim Freistunde-Talk berichtete sie von ihren Erfahrungen als Studentin in Krakau. Sie will nach ihrem Studium als Bilderbuchillustratorin arbeiten. Wir wollten wissen, wie sie auf diesen Berufswunsch gekommen ist.

Adriana, Du studierst im dritten Semester Grafik an der Kunstakademie in Krakau. Was fasziniert dich an der Kunst?
Ich habe schon in der zehnten Klasse gewusst, dass ich das studieren möchte. Mich hat schon als Kind die Verbindung von Texten und Bildern fasziniert. Ich habe so viel gelesen, dass mir oft die Bücher ausgegangen sind. Ich habe mir dann einfach selbst welche ausgedacht – und illustriert. Als Jugendliche entdeckte ich dann den besonderen Reiz von Bilderbüchern und Graphic Novels.

Woher nimmst Du Deine Ideen für Deine künstlerischen Werke?
Eine meiner größten Inspirationen ist bis heute die polnische Bilderbuch-Illustratorin Iwona Chmielewska. Ihre Art, Geschichten zu erzählen, empfinde ich als einzigartig. Ich möchte sie allerdings nicht kopieren, sondern eigene Wege gehen. Die unendliche Quelle meiner Ideen bleibt meine Heimat. Ich bin auf einem Bauernhof mit vielen Pferden aufgewachsen. Ein entscheidender Punkt war, als mir mein Vater ein Bilderbuch mitbrachte, in dem viele Tiere abgebildet waren. Hier wurden für mich die drei Hauptelemente sichtbar: das Wort, die Illustration und schließlich der Bauernhof. Zum Beispiel habe ich vergangenes Jahr ein Fotoprojekt unter dem Titel „Zurück zu den Wurzeln“ gestaltet.

Viele Künstler haben heutzutage Probleme, von ihrer Kunst auch leben zu können. Wie gehst Du mit dieser Herausforderung um?
Mir ist klar, dass das schwierig wird. Ich merke auch bereits jetzt im Studium, dass es ganz deutlich auf die Themen ankommt, die man wählt. Wer aktuelle politische und soziale Themen aufgreift, ist populär und verdient damit auch Geld. Andere Projekte, die vielleicht aus künstlerischer Sicht besser sind, kommen weniger an.

Hier in Straubing illustrierst du im Rahmen der Partnerschaften für Demokratie einen Musikclip zu dem Lied „400 Augn“ von d‘bänd, das sich mit dem polnischen Waisenhausdirektor Janusz Korczak beschäftigt, der 1942 mit rund 200 Kindern im Vernichtungslager Treblinka ermordet wurde. Was bedeutet das für Dich?
 Ich habe Janusz Korczak bereits in meiner Schulzeit kennengelernt.  Je mehr ich mich mit ihm beschäftige, desto mehr imponiert mir, wie sehr er sich damals für die Kinder eingesetzt hat. Er war ein Vorreiter in Sachen Kinderrechte. Es ist eine große Ehre, dass ich das Lied illustrieren darf. Aber das ist auch etwas, das ich in meinem Studium gelernt habe. Ich hätte nicht gedacht, dass man in der Kunst so viel nachdenken muss. Aber wenn die Idee nicht gut ist, wird die Zeichnung nichts. Das größte Lob eines Professors ist daher für mich nicht, wenn er sagt, das hast du gut gezeichnet, sondern wenn er sagt, dass eine gute Idee dahintersteckt. Und das versuche auch hier umzusetzen.

 

Film 400 Augn / 400 Oczu

Für Janusz Korczak 
Arzt, Schriftsteller, Pädagoge, Waisenhausvater,  Vater der Kinderrechte, Bettler für das Brot von  200 Kindern im Warschauer Ghetto.  Praktischer Humanist - Mensch!  Ermordet in Treblinka, im August 1942.

400 Augn / 400 Oczu

Zukunftsorientierte Demokratiearbeit durch Erinnern

Eines der Schwerpunktthemen der Straubinger Partnerschaften für Demokratie ist seit jeher eine intensive Erinnerungsarbeit. Eine Zwischenbilanz, in Form einer umfangreichen Dokumentation ist zwischen dem 06.11. und dem 16.11.2018 in der Stadtbibliothek zu sehen.

„Wer Erinnerungskultur mit Etikettierungen wie „Das Pflegen eines Schuldkults“ versieht, hat nichts kapiert. Aus der Geschichte zu lernen, heißt, Perspektiven zu entwickeln, die zukunftsorientiert sind, und soll einen Beitrag für ein friedliches Zusammenleben leisten. Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit sei unverzichtbare Demokratie- und Gegenwartsarbeit“.

Die rund 25 Exponate der Ausstellung dokumentieren Themen, Orte und Personen, die in der langjährigen Arbeit prägend waren. Im Laufe der Zeit konnten sich die Straubinger Projekte durchaus Anerkennung verschaffen, die bis ins Ausland reicht. Die Zusammenarbeiten mit der Internationalen Jugendbildungsstätte Oswiecim, dem Korczakianum in Warschau, der Gedenkstätte Mauthausen, der Deutschen-Korczak-Gesellschaft u.v.m. belegen dies. Die Projektumsetzungen reichen von Exkursionen, dem Umgang mit Neuen Medien, Vorträgen und Zeitzeugengesprächen, bis hin zur Zusammenarbeit mit international renommierten Expert*innen und Künstler*innen. Filmarbeiten wie „Aus für Mauthausen?“, das mit dem Medienkulturhaus der Partnerstadt Wels entstand, können während der Ausstellung via Qr-Code direkt auf das Smartphone gestreamt werden.Wichtigste Prämissen im Themenfeld seien stets Nachhaltigkeit, alternative Formen der Auseinandersetzung und der Inklusionsgedanke gewesen. Deshalb habe man bei den vielen Projekten sehr intensiv mit dem Nardiniheim an der Bildungsstätte St. Wolfgang zusammengearbeitet.
Auch zukünftig wird Erinnerungsarbeit stattfinden. Es gibt eine Reihe von Projekten, die gerade konkretisiert werden. U.a. wird man sich dem Thema Euthanasie während der Zeit des Nationalsozialismus widmen.
Bereits am 24.11. wird Iwona Chmielewska für eine musikalische Lesung zu „Blumkas Tagebuch - Eine Hommage an Janusz Korczak“ in der Israelitischen Kultusgemeinde zu Gast sein. Chmielewska, gilt als eine der bedeutendsten Bilderbuch-Illustratorinnen der Gegenwart.

Aus für Mauthausen?

Ein Filmprojekt in Kooperation mit der Mittelschule St. Stephan (Straubing), dem Gymnasium an der Schauerstraße (Wels), dem Medeienkulturhaus der Stadt Wels, der Gedenkstätte Mauthausen sowie dem Mauthausen Komitee.

 

zum Film

Gypsy-Jazz & More im Raven

Zeichen gegen Antiziganismus

Alfred Dick und die Straubinger Partnerschaften für Demokratie setzen die äußerst erfolgreiche Konzertreihe im Raven fort. Auch diesmal arbeitet man mit den Ausnahmemusikern David und Danino Weiss zusammen. Weltklasse-Musik und ein klares Statement gegen Antiziganisums ist die Devise. Special Guest: Ismail Reinhardt!

Ismael Reinhardt - der Name weckt bereits die richtigen Assoziationen: Tatsächlich kommt Ismael Reinhardt aus einer Familie, die schon viele bekannte Musiker  hervorgebracht hat – wie den zur Legende gewordenen Django Reinhardt. Bereits im zarten Alter von 6 Jahren spielte er Gitarre und Geige. Seine Karriere begann mit 12 Jahren, als er zu seinem ersten Jazz Festival eingeladen wurde. Schnell erweiterte er sein Können und lernte neben weiteren Instrumenten auch das Singen wo ihn Frank Sinatra sehr Beeinflusst hat. Egal, in welchem Rahmen der Multiinstrumentalist auch auftritt, begeistert er sein Publikum. Auch Internationale Musikerkollegen schätzen ihn als Gitarristen, Sänger und Komponisten. Ismael Zählt Heute zu den Besten und Erfolgreichsten Jazz Sängern und Gitarristen Europas. Er hat seinen eigenen, unverkennbaren Stil gefunden. Mit bekannten Songs aus dem Jazz- und Swingbereich und dem funkigen Touch seiner eigenkomponierten Stücke zieht er das Publikum in seinen Bann. Er nimmt es mit, auf eine unvergessliche Reise durch seine vielfältige Klangwelt. David & Danino Weiss - das Quartett um den Akkordeonisten David und den Pianisten Danino aus der berühmten Musikerfamilie Weiss.
2015 wurde ihnen der damals erstmalig vergebene „Schnuckenack-Reinhard-Preis“ verliehen. Trotz ihrer Jugend sind beide reife  Musikerpersönlichkeiten, die sich in ihrer Musik nicht durch Effekthascherei, sondern durch die Essenz der Musik ausdrücken! David & Danino Weiss haben bei den Renommierten Platten Label GLM aus München ihr Aktuelles Album Vorgelegt mit auf dem Album haben sie den zweifachen Echo Jazz Preisträger Giovanni Weiss aus Hamburg. Auch mit Till Brönners Festival auf Sylt konnte David Weiss bereits mitwirken. Auf der CD sind Stücke, die man nicht unbedingt sofort mit “ Gypsy-Jazz“ in Verbindung setzt, Einige Stücke stammen aus eigener Feder. Die Arrangements sind modern. Man blickt musikalisch nach vorn, und nicht romantisch verträumt in die Vergangenheit. Unterstützt werden die beiden außergewöhnlich talentierten Musiker von einer Sidemen, die allesamt schon auf lange Karrieren im Musikgeschäft  zurückblicken können.



Lebenswert?!

Auseinandersetzung mit dem Euthanasieprogramm während der NS-Diktatur (2018/2019)

In einer Vielzahl von Projekten, die stets auf Nachhaltigkeit setzen haben wir uns mit verschiedenen Kooperationspartnern unterschiedlichen Themenfeldern in der Erinnerungsarbeit gewidmet. Bei einer großen Anzahl der Aktivitäten gab es eine enge Kooperation mit dem Nardiniheim, an der Bildungsstätte St. Wolfgang.
Die Auseinandersetzung mit den Verbrechen während des Nationalsozialismus, die sich gegen Menschen mit Behinderung richteten, ist unserer Einschätzung nach in der öffentlichen Wahrnehmung nicht ausreichend präsent. Dieser defizitäre Umstand setzt sich fort in der allgemeinen Erinnerungsarbeit, Konzipierungen von Projektarbeiten an Schulen etc. oder anhand fehlender, sichtbarer Zeichen des Gedenkens im öffentlichen Raum.

Wir möchten dies nun zum Anlass nehmen, uns intensiv mit der Thematik auseinanderzusetzen. Bereits in vielen Vorgängerprojekten verfolgten wir einen Inklusionsansatz. Hierdurch wurde eine Tür aufgestoßen, die uns dazu veranlasste, Kontakt mit der Stadtarchivarin Frau Dr. Krenn und Frau Werner von den Barmherzigen Brüdern aufzunehmen, die sich dort federführend mit der einrichtungsinternen, sehr intensiven Erinnerungsarbeit auseinandersetzt.
Aktuell möchten wir uns mit dem nationalsozialistischen Euthanasieprogramm beschäftigen, dem auch in der Stadt Straubing rund 300 Menschen zum Opfer fielen. Die Auseinandersetzung mit dem Thema soll vielfältig und nachhaltig sein. Hierzu ein paar mögliche Ansatzpunkte:

- Sensibilisierung der Öffentlichkeit, z.B. durch Informationsveranstaltungen mit Fachreferenten, unentsprechenden Medienbeiträgen
- Multiplikatorenveranstaltungen, z. B. durch Workshops und didaktische Fachangebote in den Bereichen Erziehung, Schule, und in Einrichtungen, mit Menschen mit Behinderung etc. (Hierzu gibt es z.B. bereits Material von Frau Werner, mit dem schon seit langem gearbeitet wird).
- Dokumentation der Projektarbeit (Foto, Film, Essays, bildnerische Arbeiten, Zeitungs- und Erfahrungsberichte…)

- Einbindung von künstlerischen Elementen. Die Präsentation der Dokumentation sollte in Form einer oder mehrerer Ausstellungen wiederum im öffentlichen Raum stattfinden.
- Erschließung weiterer Angebote in der Erinnerungsarbeit. Etwas provokant formuliert: „Erinnerungsarbeit, abseits von „Dachau & Flossenburg“. Hierzu haben wir z.B. gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Mauthausen und dem Mauthausen Komitee, oder der  internationalen Jugendbildungsstätte Oswiecim (PL). Erinnerungsarbeit soll als notwendige Demokratie- und Gegenwartsarbeit begriffen werden.
- Pädagogische Exkursionen zur ehemaligen NS-Tötungsanstalt Hartheim in Oberösterreich. Zusätzlich wären auch hier Multiplikatorenangebote wünschenswert.
- Anbringen zweier  Bronzetafeln zum Gedenken der Opfer des nationalsozialistischen Euthanasieprogramms, am zentralen Erinnerungsort in Straubing (Pulverturm).

Hintergrundwissen von Dr. Dorit-Maria Krenn, Stadtarchiv Straubing
Die Ermordung von Menschen mit Behinderung durch die Nationalsozialisten am Beispiel der Straubinger Pflegeanstalt

Adolf Hitler versuchte sein Ziel eines „Herrenvolkes“, das einmal Europa, wenn nicht sogar die Welt beherrschen sollte, nach der Machtergreifung Ende Januar 1933 nicht nur durch eine radikale antisemitische Politik zu realisieren. Auch behinderte und psychisch kranke Menschen störten als „minderwertige Elemente“ im rassistischen Weltbild der Nationalsozialisten und sollten als „unnützer Ballast“ der Gesellschaft und „lebensunwertes Leben“ „ausgemerzt“ werden.
Mit Kriegsausbruch 1939 erhielt das Vorgehen gegen Behinderte eine neue Dimension, verharmlosend „Euthanasie“, d.h. „guter Tod“ genannt. Auf Anordnung Hitlers wurde von Berlin aus die Ermordung der Behinderten planmäßig vorbereitet und durchgeführt, in der Nachkriegszeit nach der Tarnadresse in Berlin Tiergartenstraße 4 „T 4-Aktion“ genannt.
So wurden ab Oktober 1939 alle Heil- und Pflegeanstalten aufgefordert, für jeden Patienten einen Meldebogen auszufüllen, in dem neben den persönlichen Daten u. a. auch die Diagnose, die Therapie, die „Rassenzugehörigkeit“ und die Arbeitsfähigkeit angegeben werden mussten. Eine Kommission besuchte dann die Einrichtungen und prüfte die Pfleglingsakten; vom 28. bis 30. Juli 1940 weilte sie in der Straubinger Pflegeanstalt. Die Anstalten erhielten nach einiger Zeit „Transportlisten“ mit den Namen der zur Tötung vorgesehenen Pfleglinge – bei den kirchlichen und privaten Einrichtungen wurde hierbei zur Verschleierung erst der „Umweg“ über eine Einlieferung in staatliche Heil- und Pflegeanstalten gewählt. Ab Januar 1940 wurden die Behinderten dann systematisch in die neu eingerichteten sechs Tötungsanstalten verbracht. Für Bayern und Österreich war dies vor allem Schloss Hartheim bei Linz. Die Betroffenen wurden nach ihrer Ankunft in Hartheim unverzüglich auf den Weg zur Gaskammer geschickt. Die Behinderten, die das Schloss betraten, waren nach wenigen Stunden tot. Die Angehörigen erhielten erst nach einiger Zeit die Todesnachricht mit einem fingierten Sterbedatum, einer erfundenen Todesursache und dem Hinweis, dass aus seuchenpolitischen Erwägungen heraus der Verstorbene sofort eingeäschert werden musste.
Für die Pflegeanstalt Straubing wurde am 20. November 1940 die T4-Aktion bittere Realität: Die ersten 21 Pfleglinge, die auf Kosten des Landesfürsorgeverbandes Schwaben betreut wurden, mussten in die Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren überstellt werden. Am 1. April 1941 brachte man 100 Pfleglinge in die Heil- und Pflegeanstalt von Regensburg/Karthaus, 37 in das psychiatrische Krankenhaus Mainkofen. Weitere Transporte nach Regensburg und Mainkofen folgten, bis in der Anstalt, die im September 1941 zum Lazarett bestimmt worden war, nur noch etwa 80 Arbeitspfleglinge verblieben.
Am 24. August 1941 hatte Hitler die T4-Aktion gestoppt, da in der Bevölkerung eine wachsende Unruhe spürbar war, die Kirchen, insbesondere der Bischof von Münster Clemens Graf von Galen öffentlichen Protest erhoben. Doch die Vernichtung „lebensunwerten Lebens“ ging weiter. In der „dezentralen“ bzw. „wilden“ Euthanasie kamen viele Patienten vor allem in den staatlichen Heil- und Pflegeanstalten durch Vernachlässigung, gelegentlich durch Medikamentenvergiftung ums Leben. Es gab aber noch eine Steigerung: Mit dem so genannten „Hungerkost-Erlass“ ordnete das Bayerische Innenministerium am 30. November 1942 die Abgabe von fettloser Kost an nicht arbeitsfähige Kranke und aussichtslose Fälle in den staatlichen Anstalten an.
Insgesamt kamen von 1940 bis 1945 in Deutschland bis zu 275.000 Behinderte und psychisch Kranke ums Leben, in Bayern etwa 23.000. Von den knapp 700 Jungen und Männern, die zu Beginn des Zweiten Weltkriegs in der Straubinger Pflegeanstalt lebten, fielen geschätzt 360 der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zum Opfer: Mindestens 130 vergast in Hartheim, etwa 230 umgekommen in der dezentralen Euthanasie. ?Seit 2009 steht in der Straubinger Einrichtung ein Denkmal, das Bewohner und Betreuer in gemeinsamer Auseinandersetzung mit den erschütternden Vorgängen in nationalsozialistischer Zeit gestalteten mit der Inschrift und dem Ziel „Uns allen zur Mahnung“. Seit April 2013 ist mit den Stolpersteinen des Künstlers Günter Demnig für Ludwig Egner und Mathias Miehling vor dem Eingang der Behinderteneinrichtung der Barmherzigen Brüder an der Äußeren Passauer Straße den Ermordeten stellvertretend Name und Gesicht gegeben. Im Pulverturm, dem 1963 eingeweihten Ehrenmal der Stadt Straubing für die Opfer des Ersten und Zweiten Weltkriegs und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, fehlt bisher eine Erinnerung an die Straubinger Pfleglinge.

Europa sind wir! Europa to my! (2018/19)

JTG-Schüler in Warschau

Das Motto, das zunächst nach fehlerhaftem Englisch aussieht, bedeutet auf Polnisch „Wir sind Europa!“ und begleitete symbolisch die Warschaufahrt von neun Schülern des Johannes-Turmair-Gymnasiums, die in der polnischen Landeshauptstadt mit gleichaltrigen Gymnasiasten eine Demokratiekonferenz abhielten. Als Vorläufer dieses Projekts hatte unter der Schirmherrschaft des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ bereits im Jahr 2017 eine solche Konferenz - allerdings ohne Jugendliche aus Polen - an der Straubinger Schule stattgefunden. Zum Teil war sie von derselben Gruppe gestaltet worden, die sich am 18. September auf den fünftägigen Trip nach Warschau, in die pulsierende Metropole unseres größten östlichen Nachbarlandes, machte.
Das Begegnungsprojekt begann gleich am ersten Tag mit einer gemeinsam mit den polnischen Partnern unternommenen Erkundung der - bei schönstem Spätsommerwetter - traumhaften Warschauer Altstadt. Auch die ersten kulinarischen Eindrücke vom Gastland begeisterten die Straubinger und machten den Stress des Hinflugs vergessen.
Der zweite Tag in Warschau stand dann bereits im Zeichen der Demokratiekonferenz, die fraglos den Höhepunkt des Austauschprogramms darstellte. Vormittags arbeiteten die Jugendlichen miteinander in Projektgruppen zu Themen wie „Identität als Europäer“, „Gefahren für die Demokratie in den Staaten der EU“ und „Die Zukunft Europas: Wie wollen wir in 20 Jahren leben?“ Die feierliche Veranstaltung am Nachmittag gab den Jugendlichen aus beiden Ländern Raum, die Ergebnisse ihrer Projektarbeit vorzustellen und zu diskutieren. Eingerahmt wurde dieses Konferenzformat durch stimmungsvolle Gedichtrezitationen von Olgierd Lukaszewicz, dem Vorsitzenden des polnischen Schauspielerverbands und Träger des Bundesverdienstkreuzes, der sich leidenschaftlich für den demokratischen Dialog in einem offenen Europa einsetzt. Er brachte den anwesenden Jugendlichen Gedichte des polnischen Nationaldichters Adam Mickiewicz in zwei Sprachen zugleich näher. Und nicht zuletzt beehrte Prof. Karol Czejarek, ehemaliges polnisches Regierungsmitglied, Universitätslehrer, Herausgeber und vor allem der Initiator des deutsch-polnischen Begegnungsprojekts, die Demokratiekonferenz durch seine Anwesenheit und sprach eindringliche Abschlussworte, die den anwesenden Teilnehmern unterschiedlichster Generationen den Wert der europäischen Integration als Friedensprojekt vor Augen hielten.
Die weiteren Tage standen unter dem Zeichen der Geschichte der Völkerbegegnung, aber auch der Unterdrückung von Freiheits- und Menschenrechten im leidgeprüften Polen der Neuzeit: Am Donnerstag, dem dritten Exkursionstag, führte ein Ausflug nach Lodz ins renommierte Marek-Edelmann-Zentrum die Lerngruppe auf die Spuren des Nebeneinanders von Polen, Deutschen, Russen und Juden in vergangenen Jahrhunderten. Am Folgetag besuchte man das international gelobte Museum der Geschichte der polnischen Juden in Warschau, POLIN, sowie nachmittags das ehemalige Waisenhaus Dom Sierot, das sich heute der Forschung zu dem bedeutenden Reformpädagogen und tragischen Opfer des Völkermordes an den europäischen Juden, Janusz Korczak, verschrieben hat. Marta Ciesielska, die Leiterin dieser beeindruckenden Forschungs- und Bildungsinstitution, trat mit den Jugendlichen aus Straubing und Warschau in einen herausfordernden Austausch und brachte sie dazu, die Grundlagen unserer Werteordnung und unserer Vorstellungen von Freiheit und friedlichem Miteinander zu reflektieren. Die Ausrichtung auf die Gebote der Menschenwürde und die Frage nach dem Wesen der Demokratie als einzige Herrschaftsform, die der Bestimmung des Menschen gerecht zu werden vermag, fanden - als Leitthemen des gesamten Austauschprogramms - in Marta Ciesielskas eindrücklichen Fragen die trefflichste Verbindung.

Am Abreisetag schließlich fügte sich als letzter Schwerpunkt schlüssig in das Austauschprogramm der erschütternde Bericht der Zeitzeugin Katarzyna Meloch, die den Jugendlichen von ihren Erlebnissen als jüdisches Opfer der erbarmungslosen deutschen Besatzungspolitik während des Zweiten Weltkriegs in Polen erzählte. So zeigte sich bei dem deutsch-polnischen Demokratieprojekt beispielhaft, wie aus der Betroffenheit über die Schrecken der Geschichte des 20. Jahrhunderts die Bereitschaft zur bewussten Übernahme von Verantwortung für eine friedliche Zukunft im Geiste der Völkerverständigung und der Solidarität erwachsen kann und welche Chance Gesellschaften leichtfertig verspielen, die sich vom fatalen Rausch einer nationalistischen Abschottung verführen lassen. Das Projekt findet in Zusammenarbeit mit den Straubinger Partnerschaften für Demokratie statt, die an der Organisation und inhaltlichen Planung beteiligt waren. Wertvolle Unterstützung erfuhren wir während der gesamten Vorbereitung durch Iwona Roszkowski. Hierfür möchte wir ihr unseren Dank aussprechen. (Text: OStR Wolfgang Sättler / StD Markus Sabinsky)

Europa Sind Wir! Europa To My! (2018/19)

Turmair-Schüler als „Botschafter“ des europäischen Gedankens
Zweites Deutsch-polnisches Demokratieprojekt in Kooperation mit dem Lyzeum Adam Mickiewicz (Warschau)

Gleich zu Beginn des neuen Schuljahres 2018/19 brechen zehn Schülerinnen und Schüler des Johannes-Turmair-Gymnasiums in Begleitung von Geschichte-Fachreferent OStR Wolfgang Sättler und stellvertretendem Schulleiter StD Markus Sabinsky zu einer spannenden Reise auf: In Warschau verbringen sie eine knappe Woche mit Gleichaltrigen, um unter dem Motto „Europa to my – Europa sind wir“ gemeinsam über wesentliche Fragen der Entwicklung der Demokratie im Europa der Gegenwart zu diskutieren und sich in zahlreichen Aktivitäten der gemeinsamen Geschichte und der daraus erwachsenden Verantwortung für die Zukunft bewusst zu werden.  Ziel dieser Zusammenführung politisch interessierter polnischer und deutscher Jugendlicher zum Zweck des lebendigen und problemorientierten Austauschs und der persönlichen Annäherung ist es, Reflexionsprozesse anzuregen und zur politischen Bildung sowie zur Wertschätzung der Demokratie und zur bewussten Ausbildung eines europäischen Gemeinschaftsgefühls beizutragen.

Bereits im März 2017 wurde durch eine Lerngruppe von JTG-Schülern eine der interessierten Straubinger Bürgerschaft geöffnete erste Demokratiekonferenz durchgeführt, an der das ehemalige polnische Regierungsmitglied Prof. Dr. Karol Czejarek (Germanist, Übersetzer, Universitätslehrer und Autor) teilnahm. Dieser gab auch den Anstoß zu einem Ausbau des Projekts und stellte den Kontakt zur Partnerschule her.

Neben dem thematischen Zentrum des diesjährigen Treffens, der zweiten Demokratiekonferenz der Schüler am Adam-Mickiewicz-Lyzeum unter Teilnahme von zahlreichen Vertretern des Warschauer Kulturlebens (z.B. der Vorsitzende des polnischen Schauspielerverbandes Olgierd Lukaszewicz), sind verschiedene Programmpunkte geplant: ein Workshop zur Demokratieerziehung an der Marek-Edelmann-Akademie in Lodz ein Besuch in der Ausstellung im ehemaligen Waisenhaus des Reformpädagogen und Holocaust-Opfers Janusz Korczak, eine Führung durch das „POLIN“ (Museum der Geschichte der polnischen Juden auf dem Terrain des ehemaligen jüdischen Ghettos) sowie eine Erkundung der geschichtsträchtigen Warschauer Innenstadt. Und auch ein Gegenbesuch der polnischen Gastgeber in Straubing im Herbst 2019 ist schon in Planung: Teilnehmer/-innen eines P-Seminars werden wesentlich die Durchführung  eines weiteren Debattenprojekts und eines Workshop- und Besichtigungs-Programms organisieren.

Begleitet und unterstützt wird das Projekt durch die Straubinger Partnerschaften für Demokratie.

Prävention / Antidiskriminierung

Mehrsprachigkeit als Chance und Ressource begreifen
Der Umgang mit Mehrsprachigkeit spielt in einer von Vielfalt geprägten Gesellschaft eine wichtige Rolle in der Erziehung. Unter dem Titel „Was laberst du? – Orientierungslosigkeit im Spracherwerb und Sprachgebrauch“ bot Diplom Pädagogin Kristina Beckermann den 60 geladenen Teilnehmer*innen aus den Bereichen Erziehung und Bildung die Möglichkeit einer intensiven und praxisnahen Auseinandersetzung.

„Das Forum war der Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen, die als fester Bestandteil des Handlungskonzepts zur Integration und Teilhabe in der Stadt Straubing stattfinden werden. Neben der Beteiligung städtischer Stellen, wie der Bildungskoordination für Neuzugewanderte oder Kita-Einstieg schätze man sich glücklich, die Fachakademie für Sozialpädagogik der Ursulinenstiftung als eine federführende Partnerin an Bord zu haben. Auch die Straubinger Partnerschaften für Demokratie werden sich einbringen, da Integration und Teilhabe eng an Demokratiearbeit geknüpft sind“, teilt Roman Schaffner, Integrationsbeauftragter und PfD-Verantwortlicher mit.
Neben theoretischen Schwerpunkten wie der Differenzierung unterschiedlicher Formen des Spracherwerbs und Instrumenten zur Sprachförderung, wurde sehr praxisnah und interaktiv gearbeitet. Herausforderungen die Mehrsprachigkeit für den Kita- oder Schulalltag mit sich bringen, wurden rege und lösungsorientiert diskutiert.
Die Mehrsprachigkeit von Kindern ist eine wertvolle Ressource und bietet viele Chancen. Um diese jedoch nutzbar zu machen, ist ein gewisser Paradigmenwechsel erforderlich. Der wertschätzende Umgang gegenüber allen Sprachen sowie der Aufbau von tragfähigen Beziehungen zu Kindern sind enorm wichtig. Eine alltagsintegrierte Sprachförderung ist grundsätzlich für alle Kinder gewinnbringend, nicht nur für Kinder mit Migrationsgeschichte. Von hoher Bedeutung ist in diesem Kontext eine aktivierende Elternarbeit.
Der Fachtag machte deutlich, wie wichtig zum einen der regelmäßige Fachaustausch ist und zum anderen, dass innovatives Arbeiten mehr Anerkennung und Rückhalt braucht. Darüber hinaus bedarf es der stetigen Sensibilisierung. Die Welt trifft sich im Kindergarten und in der Schule. Das ist der reale Alltag. Somit ist es unumgänglich, die notwendigen Strukturen und Bedingungen zu schaffen, die eine Chancengerechtigkeit erreichbar machen.
Das Thema Mehrsprachigkeit, wird ein Wiederkehrendes auch in zukünftigen Veranstaltungen sein.


Fortsetzung in 2019

Infos folgen

Radikale Rechte in Bayern

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Rechter Terror in Bayern

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Politische Bildungsarbeit

Eine Broschüre von Jan Nowak,

zur politischen Bildungsarbeit im Rahmen der Straubinger Partnerschaften für Demokratie

... Wo die ‚Neue Rechte‘ früher häufig selbstreferenziell war, hat sich ein Teil der Strömung heute gegenüber der Tagespolitik geöffnet. Vor dem Hintergrund einer in allen Teilen der extremen Rechten verbreiteten Angst vor einem angeblichen ‚Volkstod‘ angesichts gestiegener Flüchtlingszahlen, glauben einige Akteure aus existenziellen Gründen keine andere Wahl mehr zu haben beziehungsweise sehen die ‚Zeit des Erntens‘ gekommen...

 

Bezugsquelle


Poetry Slam - Freischnauze

 In Kooperation mit dem Straubinger Tagblatt, der Jugendinitiative MUT und jungen Künstlern aus der Poetry Slam-Szene entsteht ein "Best Of" ,mit Texten aus den letzten Jahren. Viele Themen der Parnterschaften für Demokratie werden kreativ und "freischnauze" transportiert.

 

Ab sofort im Buchhandel!

Stolpersteine

Der investigativen Arbeit von Dr. Dorit Maria Krenn ist es zu verdanken, dass viele Straubinger Opfer des NS Regimes eine Identität zurückbekamen. Einige persönliche Schicksale sind in der Broschüre zu den Stolpersteinen auf eindrigliche Weise dargelegt.

Bisher, in der nüchternen Statistik vergessen: Die 360 Pfleglinge der ehemaligen Pflegeanstalt der Barmherzigen Brüder. Das Naziregime entriss diese Menschen der Obhut des Heimes, ermordete sie im Rahmen der sogenannten T4-Aktion oder dezentral in verschiedenen Vernichtungslagern.

Die Broschüre ist u.a. für Schulklassen kostenlos erhältlich. Bei der textlichen Ausgestaltung wurde darauf geachtet, dass der Inhalt gerade auch für junge Menschen verständlich und nachvollziehbar ist. Beeindruckend stellen sich die Zeitdokumente anhand von Fotos etc. dar.

Im Sinne der Nachhaltigkeit sollen bald auch Führungen entlang der Stolpersteine stattfinden.

Wir bedanken uns für das Engagement von Einrichtungsleiter Hans Emmert (Barmherzige Brüder = Herausgeber), für die detektivische Recherchearbeit und transparente textliche Umsetzung von Dr. Dorit Maria Krenn (Stadtarchiv) und für die tatkräftige Unterstützung von Christiane Heppler (Kulturamt).

 

Broschürenansicht